Trend Autoabo: Alle Anbieter und Modelle

Monatlich zwischen verschiedenen Fahrzeugmodellen wechseln? Im Sommer ein Cabriolet und im Winter einen SUV oder Kombi? Was früher noch undenklich war entwickelt sich langsam aber sicher zu einem neuen Nutzungskonzept von Fahrzeugen, welches dem Mieten oder Leasing von Autos ordentlich Konkurrenz macht. Flexibilität ist das neue Motto. Monatlich können sich die Nutzer bei den angebotenen Autoabos zwischen unterschiedlichen Fahrzeugtypen entscheiden.

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Autoabo „Audi on Demand“ @audiondemand.com

Für wen ist ein solches Autoabo geeignet?

Ein Autoabo spricht u.a. eine Zielgruppe an, die für eine bestimmte Zeit und verschiedene Zwecke ein Auto benötigen. Bei dem Autoabo handelt es um ein alternatives Geschäftsmodell der heutigen Mobilitätsbranche. Denn das Halten eines eigenen Fahrzeugs ist für viele Menschen oftmals nicht mehr lohnenswert. Vor allem Großstädter, denen auch der ÖPNV zur Verfügung steht sind hiervon betroffen.

Man kann sagen: Es gibt umso weniger Fahrzeughalter je größer die Stadt. Ein Blick auf die amerikanische Großstadt zeigt uns dies besonders. Hier besitzen nur etwa 23% der Einwohner ein eigenes Auto. Ein Autoabo ermöglicht jedoch, spontane und flexible Buchung eines Wunschfahrzeugs. Egal ob ein Cabriolet für den Sommerurlaub oder eine elegante Limousine für Geschäftstermine. Dieses Geschäftsmodell bieten nun neben bekannten Automarken auch einige Start-Ups an. Die Modelle der Autoabos unterscheiden sich jedoch zum Teil deutlich voneinander. Wie sich der Markt entwickelt bleibt jedoch noch abzuwarten. Im Folgenden zeigen wir Ihnen nun die drei Hauptvarianten eines Autoabos auf (Stand Januar 2019).

 

Autoabo-Modell 1: Car Subscription

Unter „Car Subscription“ versteht man einfach übersetzt „Auto Abonnement“ und ist eine Mischung aus Miete und dem bekannten Leasing. Funktionsweise: Der Kunde kann sich vor dem Vertragsbeginn für ein Fahrzeugmodell und entsprechende Laufzeit festlegen. Dieses Autoabo-Modell ist ein Rundum-sorglos-Paket und beinhaltet u.a. die Anmeldung des Wagens, HU, Wartung, Versicherung und Reifenwechsel.

Gegenüber dem Leasing, Kauf und Miete eines Autos halten Experten dieses Modell des Autoabos für wettbewerbsfähig. Dafür spricht vor allem die neue junge Generation, die nicht mehr eine solche Bindung zum eigenen Fahrzeug aufbauen wie noch die ältere Generation zuvor. Ein weiterer Pluspunkt ist die Zeitersparnis durch übernommene Wartungen, Räderwechsel oder Versicherungsanmeldungen. Eine Neuwagen-Finanzierung spielt demnach auch immer weniger eine Rolle der heutigen Gesellschaft.

Neben dem Modell der Car Subscription kommen nur noch das kostspieligere Leasing (kurzfristige Nutzung) und die Miete in Frage. Das zeigt das vorhandene Potential dieses neuen Geschäftmodells der Mobilität. Die Laufzeiten eines abgeschlossenen Vertrages sind kurz (6 – 12 Monate) und zudem müssen die Kunden keine Schlussrate zahlen. Die Flexibilität eines solchen Autoabos   ist ideal für Menschen mit schnell wechselnden Lebenssituationen. Sei es ein neuer Job in einer anderen Stadt (Umzug) oder erwarteter Nachwuchs. Durch die bewusst kurz gehaltenen Laufzeiten kann er Kunde flexibel auf gewisse Situationen reagieren und sich nicht ewig an einen Vertrag binden. Die entstehenden Kosten liegen meist unter denen für das bekannte Leasing, aber stets unter der kurzfristigen Miete.

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Autoabo „Mercedes me“ @mercedes-benz.com

Autoabo-Modell 2: Flexible Nutzung gegen Monatspauschale

Ein anderes Modell des Autoabos bietet eine feste Monatspauschale – dieses spricht vor allem Kunden an, die häufig das Fahrzeug wechseln. Der Kunde kann die unterschiedlichsten Fahrzeugmodelle während der gesamten Vertragslaufzeit nutzen. Die sogenannte Flatrate für Luxuskarosserien gibt es seit Ende 2017 in den Vereinigten Staaten und ist dort unter dem Namen „Passport“ (Porsche) bekannt. Zielgruppe sind junge gutverdienende Menschen, die sich keinen Porsche als Neuwagen kaufen möchten, sich diesen jedoch durchaus leisten könnten. Diese Generation ist durchaus bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Das Basispaket bei Porsche Passport in den USA kostet derzeit 2.000 US-Dollar pro Monat und bietet dem Kunden den Luxus zwischen acht Porschemodellen zu wählen. Aber es gibt sogar Autoabos, die noch teurer sind. Das Paket „Accelerate“ von porsche kostet 3.000 US-Dollar und bietet dem Kunden einen Fuhrpark von 22 Modellen. Unter anderem stehen der 911 Carrera S oder der Panamera 4S zur Verfügung. Ein Fahrzeugwechsel ist in diesem Buchungspaket jederzeit möglich. Ein gewünschter Wechsel des Autos sowie Termin ist ganz bequem per App in Auftrag zu geben. Die Fahrzeuge werden am bestellten Termin von einem Service-Mitarbeiter entsprechend ausgetauscht. Theoretisch könnte man morgen mit einem Porsche-Modell ins Büro fahren und abends mit einem anderen Modell wieder zurück. Diese Fahrzeugwechsel sollen in der Anzahl nicht begrenzt sein.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Daimler mit „Mercdes Me Flexperience“. Bei diesem Autoabo ist ein Fahrzeugwechsel auf zwölfmal jährlich reguliert. Das macht sich jedoch bei den monatlichen Fixkosten bemerkbar. Diese liegen mit 750 € bis 1.800 € deutlich unter denen von Porsche Passport. Im Fixpreis inbegriffen sind neben Versicherungen auch Wartungen, Reifenwechsel sowie anderweitige Reparaturen. Die jährliche Fahrleistung beschränkt sich auf 36.000 Freikilometer. Auch wenn das Paket von Porsche etwas flexibler ist, geht Mercedes davon aus, dass die Kunden mit dem billigeren Abo durchaus zufrieden sind auch wenn die Fahrzeugwechsel beschränkt sind.

 

Autoabo-Modell 3: Pay-per-Use

Die ersten beiden vorgestellten Modelle eines Autoabos sprechen vor allem Fahrer an, die täglich auch das Fahrzeug nutzen. Zwingend ist das jedoch auf garkeinen Fall. Wie oben schon erwähnt, nutzen vor allem in Großstädten viele Leute die vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel. Jedoch kommt es vor, dass man ab und zu auf ein Auto angewiesen ist. Für eine bestimmten Zeitraum buchen und bezahlen – dieser Ansatz heißt beim Autokonzern Audi „Audi on demand“. Die Abrechnung erfolgt entweder stunden-, tagesweise oder an 3 Tage hintereinander. Die häufigsten Anfragen von Kunden entsprechen einer dieser Möglichkeiten. Momentan wird das Autabo von Audi vorrangig in Asien angeboten, registrierte Kunden können das Angebot jedoch weltweit nutzen. In Deutschland gibt es einen solchen Audi Standort bereits am Flughafen München. Hier könne Reisende ganz einfach in eines von 15 Modellen von Audi umsteigen. Die Preisspanne liegt zwischen 136 €/Tag für einen Audi Q2 und könne bis 496 €/Tag reichen (Audi RS6). Entsprechend der Nachfrage wird das Angebot stets angepasst. Höchste Flexibilität ist heutzutage das Motto von Audi.

 

Übersicht Anbieter Autoabo

Book by Cadillac Ab ca. 1.500 € / Monat
Porsche Passport Ab ca. 2.000 $ / Monat (USA)
Audi on demand Ab ca. 100 € / Tag
Mercedes Me Ab ca. 750 € / Monat
ACCESS by BMW Ab ca. 1.600 € / Monat (USA)
Care by Volvo Ab ca. 560 € / Monat
Faaren Ab ca. 400 € / Monat
Fair Nur in den USA
Cluno Ab ca. 259 € / Monat
Sixt Flat Ab ca. 200 € / Monat
Like2drive Ab ca. 200 € / Monat

 

Fazit

Das Autoabo scheint eine günstige Alternative zum Neuwagenkauf, Leasing oder Miete zu sein – und um zeitgleich die Verkehrslage und Fahrzeughalter zu entlasten. Zudem können schon heutzutage Autos aus dem Hybrid- und Elektrosektor gebucht werden. Es bleibt abzuwarten wie sich dieser neue Markt in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.

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