Faaren: Die neue Flatrate für Autos

Das noch junge Start-up Unternehmen Faaren vermittelt Autos nach dem Prinzip einer monatlichen Flatrate. Die Würzburger setzen als nächstes Unternehmen auf Flexibilität rund im Mobilitätsmarkt.

Nutzen statt besitzen

Das neue Motto heißt „Nutzen“ statt „Besitzen“. In jüngster Zeit scheine immer mehr Menschen von diesem neuen Konzept überzeugt zu sein. Das noch junge Geschäftsmodell boomt. Die Anschaffung eines eigenen Autos zählt schließlich mit zu den teuersten. Warum diese Kosten nicht mit anderen teilen? Autoabo Anbieter wie z.B. Cluno oder like2drive scheinen dieselbe Meinung zu haben. Jedoch bieten die noch jungen Start-Ups, große Autokonzerne oder traditionelle Vermieter unterschiedliche Automodelle an. Ohne vorhandenes Kapital ist es schwierig Fuß zu fassen, da die Anbieter die entsprechenden Fahrzeuge erst einkaufen müssen.

Faaren geht einen neuen Weg

Faaren geht hier jedoch absichtlich eine anderen Weg. Faaren tritt lediglich als Vermittler aus, im Gegensatz zu deren Konkurrenten.  Autos werden nicht eingekauft – Kunden und Autohäuser werden vereinfacht gesagt zusammengebracht. Das bringt Vorteile für beide Seiten mit sich: Die Autohändler sprechen eine komplett neue Zielgruppe an, die Kunden haben die größtmögliche Flexibilität für Ihre Mobilitätsansprüche. Faaren benötigt keine umfangreichen Kredite, um die entsprechenden Fahrzeuge zu erwerben.

Die Mindestlaufzeit für ein gebuchtes Fahrzeug via Faaren beträgt einen Monat. Dieses Buchungspaket wird jedoch eher selten in Anspruch genommen. “Im Schnitt nehmen unsere Kunden ihr Fahrzeug vier Monate”, sagt Gründer Daniel Garnitz. In der monatlichen Fixgebühr sind alle anfallenden Kosten enthalten (außer Treibstoff). Für einen Kleinwagen beginnt die Gebühr bei 330 € pro Monat. “Wir wollen das Spotify für Autos sein”, sagt der 25-jährige Firmengründer. Auf Einstiegsgebühren oder ein lang laufender Vertrag wird absichtlich verzichtet.

Faaren Autoabo
Das Team rund um das Start-Up Faaren © Faaren

Neue Modelle bedeuten auch weniger Stress

Das Business von Faaren ähnelt somit dem Geschäft vom Streaming-Dienstleister Spotify. Geschäftsfüher Garnitz vertraut darauf, dass die Konsumenten sich immer mehr an das Prinzip der Flatrates gewöhnen und dies auch immer mehr in anderen Bereichen in Betracht ziehen. Das Argument „Ersparnis“ sollte jedoch nicht an allererster Stelle stehen. Zumindest bei einer langfristigen Nutzung des Autoabos würde dies teurer wie ein Neuwagenkauf sein. Die Möglichkeit jederzeit auf ein neueres Modell macht jedoch einen gewissen Reiz aus. Auch die Übernahme von Versicherung, Wartung oder Reparaturen sind nicht zu verachtende Vorteile.

Auch die Autohändler profitieren

Das neue Konzept von Faaren kommt auch bei den Autohäusern gut an. Das Geschäft befindet sich derzeit im Wandel, was einige Automobilhändler natürlich verunsichert. Am liebsten würden die großen Autohersteller Ihre Kundenkontakte selbst behalten – ganz ohne Zwischenhändler. Das stellt mit vernetzten und digitalisierten Autos kein technisches Problem mehr dar. Damit haben die Händler das Nachsehen. Updates für Entertainment oder Motorleistung können künftig ohne Zwischenhändler direkt ins Auto gespielt werden. Deshalb fürchten viele Händler um Ihre Existenz. Neben den sehr geringen Margen lässt sich kaum noch Geld verdienen.

Das Autoabo von Faaren als neuer Absatzkanal für Autohändler

“Wir wollen Fuhrparks bewegen”, sagt Daniel Garnitz. Die Autohäuser stellen den Kunden Ihre Fahrzeuge zur Verfügung – zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Diese Fahrzeuge sind Rückläufer aus abgelaufenen Leasing-Verträgen (Neu- und Gebrauchtwagen). Bislang stehen diese Fahrzeuge unbenutzt auf dem Hof, da eine Veräußerung den Autohändlern nur selten gelingt. Darum haben sich Autohändler unlängst weitere Vertriebskanäle gesucht wie z.B. Autoscout oder Mobile.de. Nun kommen auch noch die Autoabos als weitere Möglichkeit hinzu.

Autoabo-Anbieter Cluno geht anderen Weg

Das ebenfalls noch junge Start-Up Unternehmen Cluno aus München geht beim Auto-Abo jedoch einen anderen Weg als Faaren. Dieser ist bei weitem riskanter als bei Faaren. Cluno hofft auf günstige Konditionen bei den Autohändlern und kauft als erstes die Autos auf. Erst dann werden die Fahrzeuge an den Kunden weitervermittelt. Hierfür sind jedoch große Kapitalmengen und / oder Investoren erforderlich.

 

 

 

 

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